28,2 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren konsumieren mindestens ein Tabak- oder Nikotinprodukt. 22,3 Prozent tun das mindestens monatlich, 15,7 Prozent täglich. Am weitesten verbreitet sind Zigaretten mit 17,7 Prozent, danach E-Zigaretten, Vapes und Puff Bars mit 6,0 Prozent. Die Zahlen stammen aus der Erhebung «Gesundheit und Lifestyle» 2025 von Tabakpräventionsfonds und BAG.
Wie oft konsumiert wird, macht einen grossen Unterschied
Je nachdem, wie man zählt, kommt man auf sehr verschiedene Werte. Rechnet man alle Konsumhäufigkeiten zusammen, also auch «weniger als einmal monatlich», sind es 28,2 Prozent. Zählt man nur den mindestens monatlichen Konsum, sind es 22,3 Prozent. Täglich konsumieren 15,7 Prozent.
Das ist wichtig. Wer Zahlen aus verschiedenen Artikeln vergleicht, vergleicht oft unbemerkt drei verschiedene Definitionen miteinander.
Welche Produkte am häufigsten konsumiert werden
Über alle Konsumhäufigkeiten hinweg liegen die Zigaretten mit 17,7 Prozent klar vorn. Danach folgen E-Zigaretten, Vapes und Puff Bars mit 6,0 Prozent. Zigarren und Tabakprodukte zum Erhitzen liegen bei je 3,8 Prozent, Schnupftabak bei 3,2, Shisha bei 2,5 und Zigarillos bei 2,3 Prozent.
Am unteren Ende wird es dünn. Snus kommt auf 1,6 Prozent, andere tabakfreie Produkte auf 1,1, Nikotinbeutel auf 1,0, Pfeife auf 0,7 und Kautabak auf 0,2 Prozent.
| Produkt | Anteil der Bevölkerung ab 15 Jahren |
|---|---|
| Zigaretten | 17,7 Prozent |
| E-Zigaretten, Vapes, Puff Bars | 6,0 Prozent |
| Zigarren | 3,8 Prozent |
| Tabakprodukte zum Erhitzen | 3,8 Prozent |
| Schnupftabak | 3,2 Prozent |
| Shisha | 2,5 Prozent |
| Zigarillos | 2,3 Prozent |
| Snus | 1,6 Prozent |
| Andere tabakfreie Produkte | 1,1 Prozent |
| Nikotinbeutel | 1,0 Prozent |
| Pfeife | 0,7 Prozent |
| Kautabak | 0,2 Prozent |
Alle Werte beziehen sich auf 2025 und auf alle Konsumhäufigkeiten.
Beim regelmässigen Konsum sieht die Rangfolge anders aus
Betrachtet man nur den mindestens monatlichen Konsum, schrumpfen einzelne Kategorien deutlich. Zigaretten kommen auf 15,2 Prozent, E-Zigaretten auf 4,1 Prozent und Tabakprodukte zum Erhitzen auf 3,3 Prozent.
Der Abstand zwischen 6,0 und 4,1 Prozent bei den E-Zigaretten sagt etwas aus: Ein spürbarer Teil der Nutzenden greift seltener als einmal im Monat dazu. Bei den Zigaretten ist dieser Gelegenheitsanteil kleiner.

Vier Kategorien statt dreizehn Einzelprodukte
Das BAG fasst die Produkte in vier Gruppen zusammen. Gerauchte Tabakprodukte, also Zigaretten, Erhitzer, Shisha, Zigarren, Zigarillos und Pfeife, kommen zusammen auf 23,2 Prozent. Nikotinprodukte zum Dampfen ohne Tabak liegen bei 6,0 Prozent. Tabakprodukte zum oralen oder nasalen Gebrauch, also Schnupftabak, Snus und Kautabak, erreichen 4,5 Prozent. Nikotinbeutel ohne Tabak kommen auf 1,0 Prozent.
Rauchen bleibt damit die mit Abstand grösste Kategorie.
| Kategorie | Anteil der Bevölkerung ab 15 Jahren |
|---|---|
| Gerauchte Tabakprodukte | 23,2 Prozent |
| Nikotinprodukte zum Dampfen ohne Tabak | 6,0 Prozent |
| Tabakprodukte zum oralen oder nasalen Gebrauch | 4,5 Prozent |
| Nikotinbeutel ohne Tabak | 1,0 Prozent |
Die 3,8 Prozent bei den Tabakprodukten zum Erhitzen sind der Teil des Marktes, in dem IQOS und Glo unterwegs sind. Was ein Tabakerhitzer technisch ist und wie er sich von einem Aroma-Inhalator unterscheidet, steht in einem eigenen Artikel, derselbe Vergleich für Glo ebenfalls.
Warum sich diese Prozente nicht addieren lassen
Die Summe der Einzelprodukte ergibt nicht die Summe der Kategorien, und die Kategorien ergeben zusammen nicht die 28,2 Prozent. Das ist kein Rechenfehler. Wer mehrere Produkte konsumiert, wird in jeder betreffenden Kategorie mitgezählt.
Das BAG weist ausdrücklich darauf hin. Eine Person, die Zigaretten raucht und daneben zur Vape greift, taucht in beiden Zahlen auf.
Zwischen den Altersgruppen liegen mehr als 20 Prozentpunkte
Am höchsten liegt der Konsum bei den 20- bis 24-Jährigen mit 38,9 Prozent und den 25- bis 34-Jährigen mit 38,8 Prozent. Danach sinkt er kontinuierlich: 35,5 Prozent bei den 35- bis 44-Jährigen, 28,4 bei den 45- bis 54-Jährigen, 25,1 bei den 55- bis 64-Jährigen und 15,1 Prozent ab 65 Jahren.
Die 15- bis 19-Jährigen liegen bei 27,7 Prozent. Also deutlich unter den 20- bis 34-Jährigen.
Bei den Jüngsten ist die Zusammensetzung eine andere
Hier wird es interessant. Von den 15- bis 19-Jährigen konsumieren 27,7 Prozent mindestens ein Produkt, aber nur 16,6 Prozent ein gerauchtes Tabakprodukt. Die Differenz beträgt 11,1 Prozentpunkte.
Bei den 25- bis 34-Jährigen stehen 38,8 Prozent Gesamtkonsum 30,7 Prozent geraucht gegenüber, eine Differenz von 8,1 Punkten. Der Abstand ist bei den Jüngeren also nicht nur absolut grösser. Er fällt auch stärker ins Gewicht, weil der Gesamtwert tiefer liegt.
Anders gesagt: Wer heute in dieser Altersgruppe konsumiert, raucht seltener als früher üblich und nutzt häufiger etwas anderes.
Junge Frauen dampfen häufiger als junge Männer
Über alle Produkte hinweg konsumieren Männer mehr als Frauen. Bei einer Gruppe kehrt sich das um. Von den 15- bis 19-jährigen Frauen konsumieren 12,2 Prozent mindestens monatlich E-Zigaretten, Vapes oder Puff Bars. Bei den gleichaltrigen Männern sind es 6,6 Prozent, also knapp die Hälfte.
Das ist die einzige Stelle in der Erhebung, an der das übliche Geschlechtermuster nicht gilt.
Woher die Zahlen stammen
Die Daten kommen aus der Online-Erhebung «Gesundheit und Lifestyle» des Tabakpräventionsfonds und des BAG, durchgeführt mit dem Bundesamt für Statistik. Für 2025 wurden rund 5'800 Personen ab 15 Jahren befragt. Alle Werte sind mit einem 95-Prozent-Vertrauensintervall angegeben.
Zwei Einschränkungen gehören dazu. Es handelt sich um Selbstauskünfte, nicht um Messungen. Und die Frage nach «anderen tabakfreien Produkten» wurde erst ab 2025 gestellt, dieser Wert lässt sich also noch nicht mit früheren Jahren vergleichen.
In der Zeitreihe von 2023 bis 2025 zeigt sich kein klarer Trend. Die Unterschiede zwischen den drei Jahren bewegen sich im Bereich der Vertrauensintervalle.
Was diese Zahlen nicht beantworten
Der Indikator zeigt, wer was konsumiert. Er zeigt nicht, warum, seit wann oder mit welchem Ziel. Auch zur Frage, wie viele Menschen aufhören möchten oder es versuchen, sagt diese Erhebung nichts. Dafür braucht es andere Quellen.
Ebenfalls offen bleibt, wie viele Personen mehrere Produkte parallel konsumieren. Dass es sie gibt, folgt aus der Rechenlogik der Kategorien. Wie gross diese Gruppe ist, steht in dieser Auswertung nicht.
Was diese Zahlen ebenfalls nicht sagen: welcher Weg aus dem Konsum herausführt. Welche Rauchstopp-Methoden es gibt und was sie leisten, steht in einem eigenen Artikel.
Das Wichtigste in Kürze
28,2 Prozent der Menschen ab 15 Jahren in der Schweiz konsumieren mindestens ein Tabak- oder Nikotinprodukt, 22,3 Prozent mindestens monatlich. Zigaretten sind mit 17,7 Prozent das häufigste Einzelprodukt, gerauchte Tabakprodukte mit 23,2 Prozent die grösste Kategorie. Am meisten konsumiert wird zwischen 20 und 34 Jahren. Bei den 15- bis 19-Jährigen fällt der Anteil des Rauchens am Gesamtkonsum kleiner aus als in allen älteren Gruppen. Und junge Frauen greifen doppelt so oft zur Vape wie gleichaltrige Männer.
Wenn du Unterstützung suchst
Dieser Artikel ordnet Zahlen ein, mehr nicht. Wer über einen Rauchstopp nachdenkt oder Fragen zur Abhängigkeit hat, findet auf stopsmoking.ch eine Übersicht der Schweizer Angebote. Die Beratung unter 0848 000 181 ist kostenlos.
Rauchen aufhören: der ehrliche Leitfaden für die Schweiz ordnet alle Wege, Zahlen und Anlaufstellen ein.
Offenlegung: KLAIR verkauft einen mechanischen Aroma-Inhalator ohne Nikotin. Dieser Artikel gibt ausschliesslich veröffentlichte Daten des BAG wieder und enthält keine Produktempfehlung.
Kein Ersatz für medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich an eine Ärztin, einen Arzt oder eine Apotheke.

Quellen
- Monitoringsystem Sucht und NCD (MonAM), Indikator «Tabak- und Nikotinkonsum nach Produkt (Alter: 15+)», Obsan im Auftrag des BAG, Datenstand 2025.
- Tabakpräventionsfonds und Bundesamt für Gesundheit: Erhebung «Gesundheit und Lifestyle» 2025, Stichprobe rund 5'800 Personen.
- Notari, L., Amos, J., Delgrande Jordan, M. (2026): Produits du tabac et de la nicotine. Résultats de l'Enquête Santé et Lifestyle 2025 et évolutions récentes. Sucht Schweiz, Lausanne.
- Bundesamt für Gesundheit (3. November 2023): Rauchende verlieren Lebenszeit und Lebensqualität.
- Bundesamt für Gesundheit (11. März 2025): Gesundheitliche Folgen von E-Zigaretten.
- Bundesamt für Gesundheit (2023): Faktenblatt Konsum von E-Zigaretten, Tabakprodukten zum Erhitzen, zum Schnupfen und zum oralen Gebrauch im Jahr 2022.










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